Inhaltsbereich
Energiemanagement der Stadt Hörstel

Das Energiemanagementsystem soll helfen die Energieverbräuche in den Liegenschaften der Stadt Hörstel zu Erfassen und einzuordnen. Mit einem etablierten Energiemanagementsystem soll die Energiebilanz verbessert und der CO2 Ausstoß verringert werden. Dazu ist es notwendig die Energieflüsse zu dokumentieren. Das Vorhaben dauert 3 Jahre bis zur Zertifizierung nach ISO 50001. Beteiligte Partner sind dabei MSR Gerdes und Honeywell Centra Line.
Im ersten Schritt werden die Energieverbräuche einmal im Monat, durch die Hausmeister, von den Verbrauchszählern der Energieversorgungsunternehmen (EVU) dokumentiert. Das ist ausreichend um die ersten Kennzahlen zu bilden und Potenziale von Gebäuden zu erkennen. Diese Dokumentation wird auch zur Abrechnung der Energiekosten mit den Energieversorgungsunternehmen herangezogen.
Um eine tiefere Analyse durchführen zu können, wird eine höhere Datendichte benötigt. Um die Datendichte zu erhöhen bedarf es einer automatisierten Energieerfassung. Die automatisierte Energieerfassung wird durch eine Gebäudeleittechnik (GLT) ermöglicht. So können die Intervalle von einmal im Monat auf alle 15 Minuten beschleunigt werden. Somit ist es möglich Lastprofiele zu erstellen, aus denen sich Optimierungen der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) ableiten lassen.
Nach der Optimierung kann mit Hilfe der weiteren Dokumentation der Energiedaten und deren Analyse die Wirksamkeit der Optimierungen überprüft werden und es können weitere Optimierungspotentiale erkannt werden.
Grüne Halle Riesenbeck
Eine erste Umsetzung der automatisierten Energieerfassung wurde in der Grünen Halle in Riesenbeck eingebaut. Nach einem Testlauf ob die Hard und Software funktioniert, folgte die erste Analyse des Stromverbrauchs.
In dieser Darstellung ist der Lastverlauf und der kumulierte Energieverbrauch zu erkennen. Die Spitzen im Lastverlauf (dunkelgrüne Line) weisen auf einen Sehr großen Verbraucher hin, mit einer Leistung von 16,5 kW. Das entspricht ungefähr der Leistungsaufnahme von neun haushaltsüblichen Wasserkochern. Nach einer Begehung vor Ort stellte sich heraus, dass diese Lastspitzen durch die Hallenbeleuchtung entstehen.© Stadt Hörstel
Die Hallenbeleuchtung in der Grünen Halle besteht derzeit aus Neon-Röhren. Eine Modernisierung auf LED-Leuchtmittel bringt eine Energieersparnis von ca. 60%. Wenn die Kosten der Modernisierung der Stromersparnis gegen gerechnet werden, beträgt die Amortisierung 2 Jahre. Diese Maßnahme wird für das kommende Jahr 2026 angestrebt.
(Förderkennzeichen: 67K26757)





